„Angst kocht auch nur mit Wasser!“

(Dan Katz, 2020)

Mental Health Institute Berlin

Angst kann zur Krankheit werden!

Angststörungen erkennen
und behandeln.

Angst ist eine unserer wichtigsten Emotionen und evolutionsgeschichtlich als wichtiger Schutzmechanismus einzuordnen. Unser Körper ist darauf „programmiert“, in Gefahrensituationen schnell reagieren zu können, um das Überleben zu sichern. Hierbei fokussiert sich der Körper darauf, alle Energiereserven zu aktivieren – unser Herzschlag wird schneller, unsere Sinne schärfer und alle – in diesem Moment – nicht zum Überleben notwendigen Systeme werden „heruntergefahren“.

Tritt das Gefühl der Angst jedoch in alltäglichen Situationen auf, bei denen objektiv keine Bedrohung besteht (z.B. beim Bahnfahren, in großen Menschenmengen oder beim Anblick von bestimmten Tieren), oder wird übermäßige Angst durch körperliche Reaktionen oder bestimmte Gedanken hervorgerufen und führt bei den Betroffenen zu Einschränkungen im Alltag, sprechen wir von Angststörungen.

Etwa 10% der Allgemeinbevölkerung sind davon betroffen, somit gehören Angststörungen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen.

Unser Versprechen

Das Mental Health Institute (MHI) Berlin ist eine Privatklinik, die Menschen mit psychischen Problemen und Leiden moderne und wissenschaftlich seriöse tagesklinische und ambulante Behandlungen anbietet.

Ursachen und Begleiterkrankungen

Die verschiedenen Arten einer Angststörung

Über die Entstehung von Angststörungen gibt es verschiedene Theorien. Angst an sich hat einen natürlichen Hintergrund, so gehen beispielsweise spezifische Phobien auf Urängste von Menschen zurück (z.B. vor Raubtieren, giftigen Spinnen oder Höhen).
Sehr wahrscheinlich ist ein Zusammenspiel genetischer, neurobiologischer und psychologischer Faktoren (z.B. traumatische Erfahrungen in der Vergangenheit, Rollenmodellverhalten in der Familie) dafür verantwortlich, ob sich Angst in übersteigerter Form äußert, bzw. Betroffene eine Angststörung entwickeln.
Angststörungen treten häufig komorbid- also in Verbindung mit anderen psychischen Erkrankungen wie z.B. Depressionen auf.
Eine sorgfältige Diagnostik sowie ein individueller Behandlungsplan sind hierbei unabdingbar.

Zu den Angststörungen zählen:

Panikstörungen
und Agoraphobie

Typische Symptome einer Panikstörung sind wiederholte Panikattacken aus heiterem Himmel, die nicht auf spezifische Situationen (gedanklich oder real) bezogen sind. Die Episoden intensiver Angst gehen einher mit körperlichen Symptomen wie Herzklopfen oder Herzrasen, Schwitzen, Zittern, Mundtrockenheit Schwindel, Atemnot, Beklemmungsgefühle, Unruhegefühle wie Kribbeln, Taubheitsgefühle, Hitzewallungen oder Kälteschauer. Aufgrund der starken körperlichen Reaktionen kommen bei vielen Betroffenen noch Symptome wie die Angst vor Kontrollverlust und Ohnmacht, die Angst zu sterben oder verrückt zu werden hinzu.
Nicht selten entwickelt sich im Laufe der Erkrankung ein Vermeidungsverhalten (Agoraphobie). Die Folge kann die „Angst vor der Angst“ sein. Betroffene befürchten, eine Panikattacke in der Öffentlichkeit zu bekommen oder in Situationen, aus denen sie nicht flüchten können. Oft vermeiden sie deswegen Menschenansammlungen, weite Plätze oder geschlossene Räume oder das Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. suchen diese nur noch in Begleitung auf.

Soziale Phobie

Von einer sozialen Phobie spricht man bei der Befürchtung von Betroffenen, sie könnten sich blamieren oder beim Sprechen vor anderen, essen oder schreiben ungeschickt auffallen und somit die negative Aufmerksamkeit anderer Menschen auf sich ziehen. Um der vermeintlich negativen Bewertung durch andere zu entgehen, werden soziale Situationen (Vorträge, gemeinsame Essen, Verabredungen etc.) vermieden. Ist die Vermeidung nicht möglich, können körperliche Angstreaktionen, wie oben beschrieben, aber auch Erröten, Übelkeit und Magen-Darmbeschwerden auftreten.

Spezifische Phobie

Eine spezifische Phobie beschreibt die Angst vor einem konkreten Objekt oder bestimmten Situationen. Häufig sind bestimmte Tiere (Spinnen, Schlangen oder Hunde), Umweltphänomene (Gewitter oder Dunkelheit), der Anblick von Blut, Spritzen oder Verletzungen sowie konkrete Situationen (enge Räume, Flug- oder Höhenangst). Typisch ist ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten bei den Betroffenen und das Auftreten von Angstreaktionen allein aufgrund der Erwartung, mit dem Objekt oder der Situation konfrontiert zu werden. Betroffene sind sich häufig bewusst, dass ihre Angst unangemessen ist, können diese jedoch nicht unterdrücken.

Zwangsstörung

Bei einer Zwangsstörung leiden Betroffene unter aufdringlichen Gedanken oder dem Drang, bestimmte Handlungen auszuführen. Diese Gewohnheiten oder Rituale (z.B. das übermäßige Waschen der Hände oder das Kontrollieren, ob die Haustür verschlossen bzw. der Herd ausgeschaltet ist) führen bei den Betroffenen zu Leidensdruck und Einschränkungen in ihrem Alltag. Zwangsstörungen beginnen meistens in der Jugend oder im frühen Erwachsenenalter, unbehandelt nimmt die Erkrankung oft einen chronischen Verlauf.
Während Zwangsgedanken als bedrohlich, moralisch verwerflich oder belastend erlebt werden, sind Zwangshandlungen Verhaltensweisen, die immer wieder in ritualisierter Form ausgeführt werden müssen, oftmals um eine vermeintlich bestehende Gefahr zu verhindern. Das ausgelöste Gefühl ist Angst, die mit starker Anspannung einhergehen kann. Um die unangenehmen Gefühle zu neutralisieren oder die vermeintlich bestehende Gefahr (z.B. sich mit Keimen zu infizieren oder einen Hausbrand auszulösen) abzuwenden, müssen bestimmte Rituale in Gedanken oder über konkrete Handlungen ausgeführt werden.

generalisierte Angststörung

Wichtiges Kriterium einer generalisierten Angststörung sind übermäßige Sorgen und Befürchtungen bezüglich alltäglicher Angelegenheiten (Gesundheit, Finanzielle Belastungen, Wohlbefinden von Familienmitgliedern etc.). Die Sorgen betreffen mehrere Bereiche, treten in verschiedenen Situationen auf und führen bei Betroffenen zu einer dauernden Anspannung. Grund dafür ist eine Übererregung des Nervensystems. Schlafstörungen, Muskelverspannungen, Unruhe oder Beklemmungsgefühle können die Folge sein. Betroffene geraten schnell in einen Kreislauf aus Sorgen machen und dem Ausmalen von Katastrophenszenarien.
Häufig sind Rückversicherungen, wie z.B. Anrufe bei Partner*innen, ob alles in Ordnung sei, um die Sorgen zu vermeiden.

Wie werden Angststörungen im MHI Berlin behandelt?

Therapiemöglichkeiten

Als besonders wirksam bei der Behandlung von Angststörungen, hat sich die Kognitive Verhaltenstherapie erwiesen. Zentraler Bestandteil in der Therapie ist die Konfrontation mit der angstauslösenden Situation oder dem angstbesetzten Objekt. Dabei wird die konkrete Situation gezielt aufgesucht, wobei die Konfrontation meist schrittweise erfolgt. Verhaltensweisen, die Sicherheit geben (Rückversicherungen, Begleitung durch Familienmitglieder, Tragen von Talismanen, neutralisierende Zwangshandlungen etc.) sollen dabei zumindest im Behandlungsverlauf bewusst unterlassen werden, da es darum geht, die auftretende Angst in der Situation als aushaltbar zu erleben.

Andere Elemente der Therapie können Verhaltensexperimente oder das Aufsuchen angstbesetzter Situationen in der Vorstellung sein (sog. imaginierte Konfrontation). Betroffene lernen in der Therapie, dass eine Konfrontation mit angstbesetzten Objekten oder Situationen oder das Unterlassen bestimmter sicherheitsstiftender Rituale nicht zur befürchteten Katastrophe führt. Zusätzlich werden mithilfe der kognitiven Therapie angstauslösende Gedanken und hinderliche (dysfunktionale) Bewertungen verändert.

Medikamentöse Behandlung

Akut angstlösende Medikamente werden als „Anxiolytika“ bezeichnet, die ihre angst- und spannungslösende Wirkung entfalten, indem sie die hemmende Funktion bestimmter Nervenzellen, die über Neurotransmitter reguliert werden, verstärken. Für eine längerfristige Therapie sind Antidepressiva und einige andere Medikamente zugelassen, die auf bestimmte Eiweißstoffe (Neurotransmitter-Transporter und Ionenkanäle) wirken.

Ein modernes Behandlungskonzept.
Inidividuell auf Sie zugeschnitten.

»Wir bieten am MHI bewährte und auch neue evidenzbasierte Behandlungsverfahren an, die selbst bei schweren und chronischen Störungen wirksam sind.«
Prof. Dr. Ion-George Anghelescu, geschäftsführender Chefarzt



Neben der Psychotherapie im Einzel- und Gruppensetting und der medikamentösen Behandlung mit Psychopharmaka gibt es weitere Behandlungsformen, die sich bei Angststörungen als hilfreich erwiesen haben. Das MHI bietet neben den oben genannten die Psychoedukation, Resilienz- und Bewältigungsgruppen auch das Erlernen von Achtsamkeit und Entspannungsverfahren an.

Außerdem hat sich die Sport- und Bewegungstherapie, die ebenfalls am MHI angeboten werden, als passend bei Angststörungen erwiesen. Der gesamte Behandlungsplan ist individuell auf die Patient:innen zugeschnitten.

Informationen zur Patientenaufnahme im MHI Berlin

Das Angebot des MHI Berlin richtet sich an Patientinnen und Patienten aller privater Krankenversicherungen sowie Beihilfestellen und an Selbstzahler. Eine sofortige Aufnahme in die Tagesklinik ist in der Regel möglich.

Der Beginn unseres gemeinsamen Weges

Kontaktaufnahme

Für einen schnellstmöglichen Erstkontakt melden Sie sich bitte telefonisch bei uns oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Erstgespräch

Nach Ihrer Kontaktaufnahme wird sich das Team des MHI Berlin mit Ihnen in Verbindung setzen, um schnellstmöglich einen Termin zu einem Erstgespräch zu vereinbaren. Das Erstgespräch bildet hierbei die Grundlage der Aufnahme.

Kostenübernahme

Insofern keine Akutaufnahme erforderlich ist, stellt das MHI Berlin den Antrag für die Kostenübernahme vorab an die Kostenträger.

In akuten Fällen wendet sich das MHI Berlin direkt nach der Aufnahme bezüglich der Kostenklärung an die Kostenträger.

In jedem Fall steht Ihnen die Klinik in allen bürokratischen Prozessen zur Seite und vereinfacht sowie beschleunigt somit Ihre Aufnahme in die Klinik.